Mittel- und Innenohrerkrankungen

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Kopfschiefhaltung, Gesichtsnervenlähmung und das sogenannte Hornersyndrom sind häufige Befunde bei Erkrankungen im Bereich von Mittel- und Innenohr. Oft handelt es sich um fortgeleitete bakterielle Infekte, die sich nach einer Schädigung des Trommelfells aus dem äußeren Gehörkanal in das Mittelohr und von dort in das Innenohr ausdehnen. Vergesellschaftet sind diese Infekte auch mit Fremdkörpern wie Grashalmen oder chronisch entzündlichem Gewebe, dem sogenanten Polypen, der häufig bei jungen Katzen und selten bei Hunden auftritt. Bei chronischem Verlauf einer bakteriellen Entzündung kommt es zu einer Ansammlung von Eiter in der knöchernen Paukenhöhle des Mittelohrs, der sich in der Folge zu einer zähen Masse eindickt, in der Bakterien auch eine längerfristige Therapie mit Antibiotika überleben können. Zur Sanierung der Paukenhöhle wird ein kleines Loch in die knöcherne Paukenhöhle gebohrt, durch das Eiter und Fremdmaterial entfernt werden. Um möglichst gewebeschonend zu arbeiten und umliegende Nerven und Gefässe nicht zu verletzen, setzen wir hierfür unser Piezosurgerygerät ein.